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Museum August Kestner Sarkophage

Sarkophage

Gruppe Begräbnisbehältnisse (Sarg, Sarkophag)

[ 3 Objects ]

Sarkophag aus Klazomenai

Klazomenische Sarkophage tragen ihren Namen von der ionischen Stadt Klazomenai / Smyrna. Diese bemalten Tonsarkophage wurden dort wahrscheinlich in Werkstätten hergestellt, die hauptsächlich Architektur-Verkleidungsplatten aus Ton produzierten.
Die Sarkophage wurden vor der Bestattung in die Erde eingetieft, so dass der bemalte Rand von oben sehen war. In der Regel wurde der Sarkophag mit einer einfachen Steinplatte abgedeckt.
Der nicht namentlich bekannte Künstler dieses Sarkophags trägt den sog. 'Notnamen' Hannover-Maler, dessen namengebendes Objekt der Sarkophag ist. (AVS)

Sarkophag aus Klazomenai

Sarkophag mit Giebeldach

Der Sarkophag stammt aus dem griechischen Friedhof, Grab 4, von Abusir. – Der Sarkphagkorpus ist eine Kombination aus einfachem Pfostenbau (Schmalseiten) und Pfosten-Zargenbau (Langseiten). Die heute verblasste Dekoration erlaubt Aussagen zur Datierung. Die Lorbeer- und Ölzweiggirlanden auf den Füllbrettern der Langseiten sind dem Halsdekor apulischer Kratere entlehnt, ebenso das Bildnis im Blätterkelch in den Giebeldreiecken. Das Flechtbandornament der Auflagerzone geht zurück auf westgriechische Architekturdekorationen.
Als Beifunde, die heute nicht mehr erhalten sind, fanden die Ausgräber neben dem Leichnam Schuhe, einen Lederbeutel, Filzbinden und eine Mohnkapsel. (AVS)

Sarkophag mit Giebeldach

Sarkophag mit dachförmigem Deckel

Bedeutendes Zeugnis minoischer Kultur, an dem sich sowohl die hochstehende Töpferkunst der ägäischen Bronzezeit als auch religiöse Vorstellungen ablesen lassen.
In der Entstehungszeit des Sarkophages erliegt Kreta nach der endgültigen Zerstörung des Palastes von Knossos um 1400 v. Chr. immer mehr dem kulturellen Einfluss der einwandernden Griechen. Alte minoische (kretische) Vorstellungen der Religion und Kunst sind aber weiterhin nachweisbar. So werden die Toten in tönernen Larnakes, sog. Truhensarkophagen oder in Badewannen aus Ton bestattet. Die Bemalung der Sarkophage zeigt neben starken mykenischen Motiven noch deutlich minoisches Formengut. (AVS)

Sarkophag mit dachförmigem Deckel