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Museum August Kestner Schmuck

Schmuck

Objekte aus Edelmetallen und anderen Materialien, die zur Zierde dienen.

[ 4 Objects ]

Armreif mit Medaillon

Der geschlossene, leicht ovale Reif ist aus einem breiten nach außen gewölbten Silberstreifen geschmiedet. Er verbreitert sich an der Nahtstelle; die Enden stoßen leicht zusammen. Auf die Nahtstelle ist eine flache silberne Scheibe aufgelötet, die von einem ebenfalls silbernen Perldraht umgeben ist, der von ehemals vier gegenüberliegenden Perlen geziert ist. Auf die Scheibe aufgesetzt ist ein Preßblech-Medaillon aus Gold. Das undeutliche Motiv zeigt eine weibliche, stehende Gottheit (Minerva ?), die auf der ausgetreckten rechten Hand eine kleine Figur (Eros oder Paladion?) trägt.
Armreifen dieser Art kennt man insbesondere aus Kleinasien. Die aufgesetzten Preßblechscheiben zeigen Gottheiten oder Heroen. Die Motive sind in der Regel sehr einfach und flüchtig gearbeitet, teilweise stark stilisiert. Fundzusammenhänge kennt man in der Regel nicht. (AVS)

Armreif mit Medaillon

Zierbrakteat (sog. A-Brakteat)

Als Brakteat (lat. Bractea = dünnes Blech) werden einseitig geprägte, runde Anhänger bezeichnet. Ihre Vorbilder waren wohl die spätrömischen Kaisermedaillons des 3. und 4. Jahrhunderts. Die Brakteaten datieren in das 5. oder die 1. Hälfte des 6. Jahrhunderts. Im fränkischen Gebiet sind Brakteaten sehr selten in Frauengräbern als Bestandteil des Halsschmückes zu finden; in England und Skandinavien sind sie aber verbreitet. Weniger häufig treten sie in Norddeutschland auf. Das Stück aus Meckenheim dürfte daher wohl aus einem Frauengrab stammen.
Es gibt vier Typen: A-Brakteaten zeigen ein männliches Haupt im Profil und stehen daher den römischen Vorbildern noch nahe. B-Brakteaten zeigen eine vollständige menschliche Gestalt. C-Brakteaten zeigen ein männliches Profil und ein vierfüßiges Tier. Die D-Brakteaten sind mit Tierornamentik veziert. (L. Grunwald)

Zierbrakteat (sog. A-Brakteat)

Zierbrakteat (sog. C-Brakteat)

Der Brakteat zeigt ein menschliches Profil auf einem Tier. Als Brakteat (lat. Bractea = dünnes Blech) werden einseitig geprägte, runde Anhänger bezeichnet. Ihre Vorbilder waren wohl die spätrömischen Kaisermedaillons des 3. und 4. Jahrhunderts. Die Brakteaten datieren in das 5. oder die 1. Hälfte des 6. Jahrhunderts. Im fränkischen Gebiet sind Brakteaten sehr selten in Frauengräbern als Bestandteil des Halsschmuckes zu finden; in England und Skandinavien sind sie aber verbreitet. Weniger häufig treten sie in Norddeutschland auf. Das Stück aus Meckenheim dürfte daher wohl aus einem Frauengrab stammen.

Es gibt vier Typen: A-Brakteaten zeigen ein männliches Haupt im Profil und stehen daher den römischen Vorbildern noch nahe. B-Brakteaten zeigen eine vollständige menschliche Gestalt. C-Brakteaten zeigen ein männliches Profil und ein vierfüßiges Tier. Die D-Brakteaten sind mit Tierornamentik veziert. (L. Grunwald)

Zierbrakteat (sog. C-Brakteat)

Gemme in Ringfassung: Minerva

Minerva präsentiert sich im Typus der "Athena Parthenos". Sie stützt sich mit der erhobenen rechten Hand auf die Lanze, neben ihr steht der Schild. Auf ihrer vorgestreckten linken Hand hält sie eine kleine Nike. – Der Beiname Parthenos für Athena bedeutet zunächst 'Jungfrau' oder 'die Jungfräuliche'. Die berühmteste Statue der Zeus-Tochter, auf die auch das Gemmenbild zurückgeführt werden kann, ist sicherlich das von Phidias geschaffene kolossale Kultbild aus Gold und Elfenbein, das im Parthenon auf der Athener Akropolis stand.
Dieser Athena-Typus wurde im Laufe der Antike in vielen Kopien tradiert, so hat auch die römische Kunst die in zahlreichen verkleinerten römischen Kopien die Athena Parthenos bewahrt. - Der Ring ist nachantik.
(AVS)

Ehem. Sammlung Uvo Hölscher, Hannover

Gemme in Ringfassung: Minerva