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Museum August Kestner Handzeichnungen

Handzeichnungen

Eingenhändige Zeichnungen

[ 23 Objects ]

Eros und Erato

Das Blatt entstand im Zusammenhang mit den Planungsentwürfen Bertel Thorvaldsens für das Grabmal Lord Byrons. Die Zeichung gehört zu einer Reihe von Entwurfszeichnungen für die Sockelreliefs dieses allerdings nicht ausgeführten Monuments. Dargestellt sind Erato, Muse der Liebeslyrik, mit der Leier und der geflügelte Eros, der ihr das Kinn auf die Schulter legt. (AVS)

Eros und Erato

Sant' Isidoro in Rom

Die Kirche Sant' Isidoro ist Teil des Franziskanerklosters, das auf dem Pincio-Hügel gelegen ist. Das Konventsgebäude war von 1810 bis 1820 Anlaufpunkt und Wohnort vieler zu den Nazarenern zählenden Künstlern. - Die Familie Rehberg wohnte während ihres Rom-Aufenthaltes in unmittelbarer Nähe zur Kirche.

Sant' Isidoro in Rom

Villa Raffaello

Die sog. Villa Raffaello in einer szenischen Darstellung.

Villa Raffaello

Thorvaldsen spielt Gitarre zum Saltarello der Damen Rehberg

Genreszene. - Bertel Thorvaldsen, ein sehr guter Gitarrenspieler, begleitet die Rehberg-Töchter zum Tanz.

Thorvaldsen spielt Gitarre zum Saltarello der Damen Rehberg

Porträt der Agnesina Onda

Wie in vielen Porträts der zeit ist die Gescichtsmimik vollkommen stillgelegt.
Wie bei vielen Werken im Rehberg-Album ist der entstehungsanlass bei diesem Porträt sicher ebenfalls die Reiseerinnerung. August Kestner porträtiert nicht nur eine junge Frau. Sie ist durch die Beischrift als Agnesina Onda und Dienerin der Rehberg-Tochter Helena identifiziert.

Porträt der Agnesina Onda

Brigantin mit ihren Schätzen in einer Höhle

Vom Innerne einer Höhle schaut der Betrachter auf ein Frau die bewundernd Schmuck aus einer Kiste entnimmt. Hinter der Frau öffnet sich Höhle und gibt den Blick auf einen Berg in der Ferne.

Brigantin mit ihren Schätzen in einer Höhle

Brigant

Brigant (Straßenräuber, Bandit) mit Gewehr auf der Lauer in den Bergen.

Brigant

Die Heilige Familie bei der Überfahrt

Das von der Bilderfindung höchst originelle Blatt zeigt die Heiulige Familie bei der Überfahrt im Boot, gesteuert von zwei Engeln. Das Blatt ist neben der Muttergottes mit Christus und Johannesknaben von Johann Riepenhausen das einzige Werk religiösen Sujets im Album. Die an altdeutsche Silberstiftzeichnungen erinnernde Technik wie auch der äußerst disziplinierte Strich lassen an Zeichnungen der Nazarener denken, unter denen Kestner besonders Overbeck und Riepenhausen schätzte. [J. Myssok]

Die Heilige Familie bei der Überfahrt

Schneeglöckchen und Akelei

Der Blumenstrauß ist ein typisches Werk des Biedermeier. Der Künstler Adolf Senff widmet ihn der Rehberg-Tochter Helena.

Schneeglöckchen und Akelei

Frauen und Kinder am Brunnen

Frauen und Kinder an einem ädikulaförmigen, gemauerten Waldbrunnen. Die antikisierenden Elemente der Zeichnung verweisen auf einen klassizistisch ausgebildeten Künstler. Man mg vermuten, dass aufgrund des römischen Charakters (J. Myssok) die Zeichnung in das Album aufgenommen wurde. Vielleicht handelt es sich bei dem Künstler, der bisher nicht näher identfiziert wurde, um Friedrich Rehberg, den Bruder August Wilhelm Rehbergs.

Frauen und Kinder am Brunnen

Bäume und Treppe im Park der Villa Chigi in Ariccia

August Kestner zeigt den Blick auf eine Baumgruppe und ein Tor, eine Ansicht die mit dem Garten der Villa Chigi in Arricia identifiziert werden kann. Kestner hat die Familie Rehberg mehrere Male zum Ausflug nach Arricia begleitet. Arricia, in der Nähe Roms glegen, war seit dem 18. Jahrhundert ein von Künstlern und Reisenden beliebter Ort.

Bäume und Treppe im Park der Villa Chigi in Ariccia

Das Kolosseum und Forum Romanun vom Monte Oppio

Ahlborns Zeichnungen nehmen den zahlenmäßig größten Raum im Rehbger-Album ein. In Rom hatte er Konatkt zur zweiten Generation der Nazarener. Trotz dieser neuen Eindrücke lässt die Ansicht des Kolosseums und Forums dennoch auch seine Berliner Schulung und den andauernden Einfluss Schinkels erkennen.
Für seine Vedute wähle Ahlborn einen ungewöhnlichen Standort, was alllerdings erst auffällt, vergelicht man die Ansiocht mit weiteren Kolosseumsdarstellungen des frühen 19. Jahrhunderts. [J. Myssok]

Das Kolosseum und Forum Romanun vom Monte Oppio

"Blick von der Sorrentiner Küste auf Capri"

Als einziges Blatt des Albums zeigt das diese Ansicht ein süditalienisches Motiv - einen Blick auf Capri, am Horizint nur in den Umrissen erkennbar, von der Sorrentiner Küste erkennbar. Während die vorhergehende Generation den Süden mit eigentlich nur zwei Zielen, dem Vesuv und den Tempeln von Paestum bereist hatte, sorgte die Wiederentdeckung der der blauen Grotte von Capri 1826 für einen neuen Strom an 'romantischen' Reisenden, die zugleich auch die Küste von Sorrent und Amalfi als neues Ziel entdeckten. Ahlborn selbst war im Entsteheungsjahr der Zeichnung mit der Familie Rehberg im Süden gewesen und signierte sein Werk nach seiner Rückkehr nach Rom. [J. Myssok]

"Blick von der Sorrentiner Küste auf Capri"

Bauernmädchen bei einer Madonnenädikula in der Campagna

Im Mittelpunkt des Bildes sitzt in einer kleine Ädikula die Muttergottes. Auf ihrem Weg bleiben zwei junge Mädchen vor dem Schrein stehen bzw. verharren kniend im Gebet davor. Wie viele andere Künstler auch erhob Wilhelm ALborn das Volksleben Roms und das Landleben zum Sujet seiner Arbeiten. Das Motiv dieser Zeichnung ist keine Erfindung Ahlborns, sondern findet sich auch vielen anderen Malern und Zeichnern seiner Zeit.
Auch dieses Blatt widmete der Künstler der Rehberg-Tochter Helene (Auf dem unteren Bildrand signiert »W. Ahlborn Rom 1830«, darunter »An Fräul. Helene«).

Bauernmädchen bei einer Madonnenädikula in der Campagna

Die Porta Napoletana in Ariccia

August Kestner gibt das verfallene Stadttor des Ortes Ariccia wieder. Ariccia war ein bei Reisenden und römischen Künstlern beliebtes Ausflugziel, das auch Kestner gemeinsam mit den Rehbergs am 24. Mai 1830 besuchte. Diesem Besuch widmet er nicht nur diese Zeichnung, sondern auch ein kleines Gedicht, das er auf dem unteren Blattrand vermerkt:
»Wollen wir nach Napel [sic] eilen? / Wollen wir nach Rom zurueck? / In dem Park, im Walde weilen? / Ruft des Fruehlings suesser Blick, / Und des Berges gottes Haupt / Jetzt von anderm Gruen umlaubt. / L'Aricia. 24. May 1830 A. Kestner«. (AVS)

Die Porta Napoletana in Ariccia

Madonna mit Kind und Johannesknaben

Die intensive Auseinandersetzung Johannes Riepenhausens mit den Werken Raffaels legt die Grundlage für diese Zeichnung, die als Entwurf für ein Madonnengemälde mit dem anbetenden Johannes dem Täufer angesehen werden muss. (AVS)

Madonna mit Kind und Johannesknaben

Apollonia aus Vallariccia

Adolf Senff, eigentlich ein Maler, der sich auf Stilleben spezialisiert hatte, zeigt in diesem Porträt ebenfalls Können in der Porträtzeichnung. Sehr genau hat der die Tracht der Frauen aus der römischen Camapgna wiedergegeben.
Das Blatt der ist der Rehberg-Tochter Adelheid gewidmet, deren Namen in der italianisierten Form Adelaide formuliert ist.

Apollonia aus Vallariccia

L'Italia (Oleander)

Malerische Wiedergabe eines Zweiges roten Oleanders auf blauem Grund. – Der in Florenz ansässige Johann Baese ist der einzige signierende Künstler des Rehberg-Albums, der zum Zeitpunkt der Rehberg-Reise nicht in Rom arbeitet. Er gehört aber zum Künstlerkreis um August Kestner. Kestner und Baese standen in einem engen Briefkontakt, auch als Baese schon nach Florenz gegangen war.
Diese Zeichnung haben die Rehbergs wahrscheinlich schon auf ihrer Rückreise nach Hannover aus der Hand des Künstlers erhalten. Florenz stellte eine der letzten Etappen dar. (AVS)

L'Italia (Oleander)

Wiesenstück

Das Blatt zeigt mehrere miteinander verwundene Pflanzen wie Veilchen, Klee und Oleander in einer äußerst detailreichen Wiedergabe. Als Vorbild dürfte Johann Baese wohl "Das große Rasenstück" Albrecht Dürers (Wien, Albertina) gedient haben. (AVS)

Wiesenstück

Mädesüß und Ackerwinde

Die zwei miteinander verwundenen Pflanzen, Mädesüß und Ackerwinde, sind ebenso detailreich wiedergegeben wie die Pflanzen auf der Zeichnung "Wiesenstück". Johann Baese, der eigentlich in Florenz lebte und arbeitete, hat diese Zeichnung beim gemeinsamen Ausflug August Kestners mit der Familie Rehberg nach Arricia angefertigt. (AVS)

Mädesüß und Ackerwinde

Der Palazzo del Podestà in Florenz

Die Pinselzeichnung mit dem Palazzo del Podestà ist neben dem "Blumenstrauß" Johann Baeses das einzige florentinische Motiv im Rehberg-Album. Der Betrachter blickt durch den Eingangsbogen zur Via Ghibellina in den Innenhof mit der großen Freitreppe. (AVS)

Der Palazzo del Podestà in Florenz

August Kestner mit der Malermütze

Dreiviertelansicht nach links. - Dieses Porträt entstand während Rudolf Wiegmanns Italienaufenhalt (1828–1832) in Rom, als er neben vielen anderen Künstlern und Archäologen auch seinen hannoverschen Landsmann August Kestner in diesem Kreise traf.
Der Italienaufenhalt diente dem Studium der antiken Architektur. Bei Besuchen in Pompeji entdeckte Wiegmann auch sein Interesse für die antike Wandmalerei. Um der besonderen Technik auf den Grund zu gehen, erprobte er diese selbst. August Kestner gestattete Wiegmann ein Zimmer in seiner Dienstwohnung nach pompejanischen Vorbild zu gestalten, um hinter das Geheimnis der Maltechnik zu kommen. (AVS)

Ehem. Sammlung August Kestner, Rom
Die Zeichnung ist nur noch als Foto erhalten; das Original ist ein Kriegsverlust

August Kestner mit der Malermütze

Landschaft mit Burg

Diese Zeichnung fällt aufgrund Themas aus den Zeichnungen des Rehberg-Albums heraus, da sie keinerlei Bezug zu Italien aufweist. Die Burganlage sowie das sich an den Burghügel anschmiegende Dorf links lassen sich am ehesten als romantisches "altdeutsches Idyll" beschreiben. Die Burg selbst erinnert an Schloss Ottmachau in Schlesien. Auch bei diesem Blatt ist davon auszugehen, dass es erst nach der Rückkehr der Familie Rehberg nach Hannover nachträglich dem Album hinzugefügt wurde. (AVS)

Landschaft mit Burg