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Museum August Kestner Öllampen

Öllampen

Die Sammlung der Öllampen geht in ihrem Grundstock auf den Sammler und Museumstifter August Kestner zurück. Sie umfasst heute rund 550 teil vollständige und teils in Fragmenten erhaltene Exemplare.

[ 5 Objects ]

Volutenlampe mit Henkelaufsatz

Auf dem Lampenspiegel sind die Büsten von zwölf Göttern abgebildet. 1. Reihe: Iuppiter, Iuno, Minverva auf den Schwingen eines Adlers; 2. Reihe: Luna, Mercur, Mars, Sol/Apollon; 3. Reihe: Neptun, Ceres, Vesta, Venus; 4. Reihe: Vulcanus.

Ehem. Sammlung August Kestner, Rom

Volutenlampe mit Henkelaufsatz

Fragment eines Lampenspiegels

Nur Teile der Darstellung sind erhalten. Motiv: Langgstreckter Schild mit Abkürzungen für Namen (AIN / ANC / ASC / REX / PIE), links darüber: alter Mann im langen Gewand, rechts kleines Paladion. Vollständig zeigt das Lampenmotiv den nach rechts schreitenden Aeneas mit Rüstung und Schwertband, mit seiner Linken den alten Anchises auf der Schulter tragend, mit seiner Rechten seinen Sohn Ascanius (Iulus) an der Hand haltend. Im Hintergrund angedeutete Tempel und Palmen; recht von Aeneas der Langschild. (AVS)

Ehem. Sammlung August Kestner, Rom

Fragment eines Lampenspiegels

Öllampe, Zwei kämpfende Gladiatoren

Volutenlampe mit eckiger Schnauze. - Das Motiv des Lampenspiegels zeigt die beiden Gladiatorentypen Thraex und Myrmillo. Gladiatorenkämpfe haben ihren Ursprung im etruskischen Begräbniskult. Der Zweikampf sollte die Totengötter gnädig stimmen. Die Kämpfe waren auch Zeichen für Macht und Reichtum des Verstorbenen und seiner Familie. Im antiken Rom wurden die Spiele zum Vergnügen des Volkes in der Arena abgehalten. Politiker finanzierten sie zum Stimmenfang vor Wahlen. (AVS)

Ehem. Sammlung August Kestner, Rom

Öllampe, Zwei kämpfende Gladiatoren

Eros auf einer Wanne stehend (Traglampe)

Zwischen dem 1. Jahrundert v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr. waren in Ägypten sog. Traglampen beliebt. Sie lassen sich in zwei Typen trennen, die Lichthäuschen und Lampen, die sich besonders durch einen wannenartigen Unterbau auszeichnen.
Auf den Wannen waren sehr häufig Figuren aufgesetzt, die der griechischen Mythologie oder der ägyptischen Götterwelt zuzuordnen sind. Dieses Beispiel zeigt den der Liebesgöttin Aphrodite zugeordneten Eros. Er steht auf dem Wannenrand und scheint die mit der ausgestreckten rechen Hand gehaltene Fackel am Brennloch der Lampe zu entzünden. Diese Darstellung steht symbolisch für die Eigenschaft des Eros, die Menschen in Liebe zu entbrennen. Das erklärt die Wanne aber noch nicht.
Eine Erklärung könnte in den Grabungsergebnissen der Badeanlagen in der ägyptischen Stadt Athribis zu finden sein. Dort wurden vermehrt Terrakottenfiguren gefunden. Sie legen nahe, dass hier neben der Körperhygiene auch Kulthandlungen stattfanden. Diese Feiern waren dem Dionysos gewidmet, dem griechischen Gott des Weines und der Fruchtbarkeit. Die zu den Dionysosfeiern gehörigen Rituale waren von Theateraufführungen und erotischen Handlungen geprägt. Nach den Befunden in Athribis wurden hierfür die Badeanlagen genutzt. Es verwundert daher nicht, dass bei den Traglampen häufig Wannen mit Löwenfüßen als Basis für die figürlichen Darstellungen, wie z.B. eines Eroten, genutzt wurden. (AVS)

Eros auf einer Wanne stehend (Traglampe)

Krieger und Amazone im Kampf

Künstliche Beleuchtung hat es zu allen Zeiten gegeben. Die einfachste war das Lager- oder Herdfeuer. Doch nutzte man auch Reisigbündel, Kienspäne oder Fackeln. Das geläufigste Beleuchtungsgerät der Antike war die Tonlampe, zunächst eine flache, offene Schale mit zur Mitte umgeknicktem Rand als Dochthalterung. Sie entwickelte sich stetig zu einem geschlossenen Gefäß mit kleinem Einfüllloch für das Brennmaterial Olivenöl. Eine Massenproduktion wurde ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. durch die Fertigung aus Matrizen erreicht. Um die Zeitenwende kommt die Diskuslampe mit konkav gewölbtem reliefverziertem Spiegel in Mode. Aus ihr entwickelt sich eine ganze Reihe von Lampentypen wie z.B. diese doppelschnauzige Volutenlampe mit Henkelaufsatz. Die Spiegelreliefs zeigen eine reiche antike Bilderwelt: Alltagsszenen, kultische Handlungen, Götterbilder oder mythologische Szenen wie auf diesem Beispiel, bei dem ein nackter Krieger eine Amazone vom Pferd reißt. (AVS)

Ehem. Sammlung August Kestner, Rom

Krieger und Amazone im Kampf