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Druckerei Jean-Frédéric Wentzel

Jean-Frédéric Wentzel (1807-1869) erhielt nach einer Buchbinderausbildung das Buchhändlerpatent und 1835 sogar das Patent für den Druck von Lithografien. Er leitete die Druckerei und den Bilderbogenverlag im elsässischen Weißenburg von 1835 bis 1869. 1860-1869 befand sich das Unternehmen in seiner Blütezeit. In den besten Jahren betrugt die Jahresproduktion schätzungsweise 2 Millionen Bilderbogen. Auf rund 18 Lithopressen wurden täglich 300 bis 400 Bogen gedruckt. Die Druckerzeugnisse - darunter Heiligenbilder, zeitgeschichtliche Motive, botanische Tafel und Kinderbastelbögen - fanden in ganz Europa Verbreitung. Nach Wentzels Tod blieb die Druckerei zunächst in Familienhand und wurde ab 1906 von dem Weißenburger René Ackermann weitergeführt. Ab den 1930er kam es zum allmählichen Produktionsrückgang, der schließlich mit dem Zweiten Weltkrieg zum endgültigen Ende der Druckerei führte.