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Museum August Kestner Antike Kulturen Gefäßkeramik und Vasenmalerei [1977.10]

Halsamphora des etruskisch-orientalisierenden Stils

Halsamphora (Museum August Kestner CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Museum August Kestner / Christian Rose (CC BY-NC-SA)

Description

Im 7. Jahrhundert v. Chr. erfreuten sich Keramikprodukte der griechischen Stadt Korinth in Etrurien großer Beliebtheit. Sie verdrängten allmählich die attische Keramik vom Markt. Eine Vorliebe für Motive aus dem Orient wird deutlich, wie Pflanzen, Misch- und Fabelwesen sowie Tierfriese.
In Etrurien begann man um 630 v. Chr., die korinthischen Importe nachzuahmen. Vulci etablierte sich hierbei als führendes Zentrum. Die etruskisch-korinthische Keramik war bis in die 2. Hälfte des 6. Jahrhundert v. Chr. sehr beliebt.
Zwei unterschiedliche Maltechniken wurden angewandt: die polychrome (mehrfarbige) und die schwarzfigurige Technik. Bei der polychromen Malerei bediente man sich der Ritztechnik und arbeitete mit roter und weißer Deckfarbe. Diese Technik greift lokale Traditionen auf und wurde insbesondere in Cerveteri hergestellt.
Diese Amphora ist ein typisches Beispiel für die Übernahme bzw. Imitation korinthischer Keramik. Mit ihrem 'Zwilling', einer weiteren Amphora, die in Größe, Bemalung und Stil sehr ähnlich ist, wurde sie in einem Grab in Veji gefunden. (AVS)

Material/Technique

Ton

Measurements

Höhe: 72,1 cm, Durchmesser: 39,5 cm

Detailed description

Bauchiger, ovaler Körper auf konischem Fuß mit abgesetztem Standring. Der fast gerade Hals hat eine kräftige Lippe, Henkel leicht oval. Am Hals florale Muster in Palmettenform, Tierfries auf der Schulter: Damhirsch, Löwe, Panther, Hund. Fries auf dem Bauch: Löwe, Panther, Damhirsch, Fisch, Löwe.

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Etruskisch-Orientalisierende Phase

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Ongoing exhibitions

  • DescriptionSieben moderne, in Nepal handgeknüpfte Teppiche stehen im Zentrum dieser Ausstellung. Entstanden sind diese nach Entwürfen der Künstlerin Linde Burkhardt, die sich intensiv mit dem Leben der Etrusker auseinandergesetzt hat. Die Bildmotive der Teppiche rezipieren verschiedene Aspekte des etruskischen Lebens: die Schrift und die Erkundung des Götterwillens sowie die gesellschaftlichen Strukturen, die sich im Gastmahl und musikalischen Vergnügungen äußern. Auch Fragen des Austausches mit den Griechen werden thematisiert, ebenso die Bedeutung von Flora und Fauna. Auf diese Weise verbinden sich Antike und Gegenwart. Die Kultur der Etrusker ist zwischen 800 und 50 v. Chr. in den heutigen italienischen Regionen Toskana, Umbrien und Latium nachweisbar. Nach der Eroberung dieser Gebiete durch die Römer und deren immer stärker werdende Einflussnahme (300 bis 90 v. Chr.) ging die etruskische Kultur in der des Römischen Reichs auf. Doch die Nachwirkungen von Alltag, Sitten und Kunst sind bis heute zu spüren. Originalobjekte etruskischen Kunstschaffens ergänzen und vertiefen die Themen der Teppichmotive. August Kestner, dem das Museum einen Großteil seiner etruskischen Sammlung verdankt, entdeckte sein Interesse für die Etrusker bei Reisen. In Tarquinia hat er 1827 selbst Ausgrabungen durchgeführt. In Vulci verfolgte er ab 1828 die Entdeckungen Lucien Bonapartes mit großer Neugier und Begeisterung. Die repräsentative Sammlung etruskischer Artefakte im Museum August Kestner ermöglicht durch ihr breites Spektrum ein nahezu lückenloses Bild etruskischen Kunsthandwerks. Es sind vor allem Gefäßkeramik, figürliche Bronze- und Terrakotta-Plastik sowie qualitätvolle geschnittene Steine. Das Museum August Kestner ist nach dem Museo Archeologico Nazionale di Siena im Museumskomplex Santa Maria della Scala erst das zweite Museum, das alle sieben Teppiche eingebettet in einen kulturhistorischen Kontext präsentiert.
    From
    Until
Created
Etrurien
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Found
Veji (Veio bei Isola Farnese/Rom)
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[Relationship to location]
Corinth
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Map
Created Created
-650 - -600
Found Found
1970 - 1973
-651 1975
Museum August Kestner

Object from: Museum August Kestner

Das Museum August Kestner ist benannt nach August Kestner (1777-1853). Das älteste städtische Museum in der Landeshauptstadt Hannover wird von ...

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