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Museum August Kestner Antike Kulturen [1999.3]

Geflügelter Phallus (Glöckchenhalter)

Geflügelter Phallus (Glöckchenhalter) (Museum August Kestner CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Museum August Kestner / Christian Tepper (CC BY-NC-SA)

Description

Diesen geflügelten Phallus mit Raubtierhinterläufen nennt man phallisches Tintinnabulum. Der Begriff bezieht sich auf Glöckchen aus Metall, die nicht erhalten sind und unterhalb der Tatzen hingen. Korpus, Phallus-Schweif, Geschlechtsteil zwischen den Hinterläufen und Flügelpaar – diese Tintinnabula konnten sehr unterschiedlich sein – charakterisieren den Penis als Symbol gesteigerter Manneskraft.
Ihr Hauptverbreitungsgebiet waren die Vesuvstädte. Die Verwendung ist (noch) unklar. Waren ihre Besitzer Anhänger des Priapos-Kultes? Eindeutige Antworten findet man weder im überlieferten Denkmälerbestand noch in den Schriftquellen, auch die sonst für kultische Handlungen aussagekräftige Wandmalerei hilft nicht weiter. Daher sollten diese Glöckchen allgemein als Glück verheißend und Übel abwehrend gedeutet werden. An prominenter Stelle im Wohnhaus oder auch in Gasthäusern, Herbergen und Bordellen galt ihr Klingeln im Wind als gutes Vorzeichen. (AVS)

Material/Technique

Bronze / gegossen

Measurements

Length
15 cm
Created ...
... When
... Where

Relation to people

Part of

Keywords

Object from: Museum August Kestner

ACHTUNG: Coronavirus Aufgrund der aktuellen Situation hat auch die Landeshauptstadt Hannover weitere Maßnahmen beschlossen, die geeignet sind, ...

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