museum-digitalniedersachsen

Close

Search museums

Close

Search collections

Museumsdorf Cloppenburg - Niedersächsisches Freilichtmuseum Grafiksammlung [30099]

"Jesus stirbt am Kreuz"

"Jesus stirbt am Kreuz" (Museumsdorf Cloppenburg CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Museumsdorf Cloppenburg (CC BY-NC-SA)

Description

"Jesus stirbt am Kreuz" , Kreuzigungsszene: Am vertikalen Balken ist oberhalb des Hauptes Jesu der Titulus mit der lateinischen Abbreviatur INRI für Jesus von Nazareth König der Juden angebracht. Unten am Kreuzesschaft halb liegend angelehnt befindet sich eine Frauengestalt, Maria Magdalena. Wie der Gekreuzigte sind auch ihre Augen geschlossen. Ihr wallendes blondes Haar fällt sowohl nahezu den gesamten Rücken herunter als auch am Hals entlang über die freien Schultern auf die Brust. Bekleidet ist Maria Magdalena mit einem gelben ärmellosen Unter- und einem blauen Übergewand. Ihre Hände sind ineinander verschränkt. Am Fuße des Kreuzes liegt ein Totenschädel ohne Unterkiefer, und es schlängelt sich eine Schlange, weiß geriffelte Unterseite grüne Oberseite mit grün-goldenen Punkten. Es ist das Sinnbild für den Teufel. Im unteren Bereich des Hintergrundes erscheint hinter dem Kalvarienberg in dunklen Farben schemenhaft die Silhouette der Stadt Jerusalem. Der Hauptteil des Hintergrundes besteht aus dem Himmel über Jerusalem und dem Kalvarienberg. Die Kreuzigungsszene ist in diffuses Sonnenlicht getaucht, bevor ein Unwetter aufzieht. Das entspricht dem biblischen Bericht, als sich der Himmel beim Tode Jesu Christi verdunkelte und eine sechsstündige Finsternis ausbrach. Die am Kreuz, der Dornenkrone und dem Lendenschurz Christi sowie auf den Gewändern der Maria Magdalena angebrachten silberfarbenen Pailletten sowie der beiden Engelsköpfe mit Flügeln unterhalb der ausgestreckten Arme Jesu Christi scheinen spätere Zutaten zu sein. Was die Wundmale an Händen und Füßen betrifft, handelt es wie in diesem und in zahllosen anderen Fällen um eine nicht korrekte anatomische Darstellung. Weder Hand- noch Fußfläche bieten einen entsprechenden Halt aufgrund ihrer Beschaffenheit. Eine entsprechende Aufhängung war bezüglich der Hände nur im Unterarmbereich, wo Elle und Speiche sich treffen, bzw. bezüglich der Füße oberhalb des Fußgelenkes, wo Schienbein und Wadenbein sich treffen, möglich. Sogar das Turiner Grabtuch, dessen Herkunft bzw. Ursprung nach wie vor umstritten ist, dokumentiert diesen Sachverhalt. Zur Darstellungsweise ist noch zu ergänzen, dass verschiedene Stilrichtungen jener Epoche zusammentreffen. Unverkennbar ist der Nazarenerstil. Ebenso existieren Einflüsse des Fin de siècle unter besonderer Berücksichtigung des Symbolismus. Alles wird zu einer homogenen Komposition miteinander verwoben. Dieses Sujet erfuhr zahllose Adaptionen unterschiedlichster Varianten - Vgl. auch Inventarnummern 30098, 30113.

Material / Technique

Papier; Farbe

Measurements ...

Breite: 34,9 cm, Länge: 48 cm

[Last update: 2017/04/07]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.